Wir sind dann mal weg.

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Servus und macht´s gut - oder And the winner is...

Liebe Leserinnen und Leser unserer kleinen Rubrik,

wir möchten uns auf diesem Wege von Euch verabschieden.
Unsere exhibitionistische Ader ist dann doch nicht so ausgeprägt, Euch auf diesem Weg auch über jeden Schritt in der Heimat auf dem Laufenden halten zu müssen.
Aber viele sind ja dabei ohnehin mitten drin statt nur dabei…

Wir bedanken uns, dass Ihr alle so eifrig gelesen und geschrieben habt!
Wenn nach Stunden mühevollen Tippens und der Bildbearbeitung der Rechner abstürzt und alles weg ist, dann war das nämlich nicht immer so witzig…
Aber Eure Anfragen, wann es denn endlich weiter gehen würde und die rege Anteilnahme an unseren Erlebnissen, haben uns dann allerdings doch immer wieder vor den Rechner getrieben und es hat tierisch Spaß gemacht!

Wir werden also hiermit unsere Berichterstattung einstellen.
Allerdings nicht ohne darauf hinzuweisen, dass wir das Ganze als kleine Erinnerung für uns selbst mit samt aller Kommentare und Gästebucheinträge ausdrucken und in Buchform bringen werden.
Wenn also jemand - erstmalig oder als Wiederholungstäter - in unserem angehenden Bestseller (geplant eine Auflage mit einem Exemplar) auftauchen möchte, der haue die kommenden Tage in die Tastatur!

Also dann…

Ach – Halt - Stopp, da war doch noch was!!!
Genau, die Auflösung des Cola-Rätsels…


Tadaaaaaa…

Der Ein oder Andere hat ja (wahrscheinlich in der Hoffnung des Gewinns des ausgelobten Abendessens incl. Zuckerbrause) schon angefragt, was da eigentlich draus geworden ist.
Zur Erinnerung – die irgendwann Mitte Februar gestellte Frage lautete:
„Warum um Himmels Willen sind die Gelüste und der Durst nach Coca-Cola (samt den verschiedenen Ausprägungen anderer Hersteller) speziell im Ausland bzw. auf Reisen so präsent?“

Vielen Dank erstmal all denen, die ihren Hirnschmalz angestrengt haben und es sind wirklich einige „sehr interessante“ Ansätze eingegangen!
Wir haben uns sehr darüber gefreut, aber leider kann es wie so oft nur einen Gewinner geben…
Nach langem Hin- und Her sowie nächtelangen Beratschlagungen, hat das Gremium der Geschworenen nun einen Gewinner gekürt!

Wir gratulieren recht herzlich Frau Prof. Dr. dent T. (alias Stefanie Treml)!!!

Die unseres Erachtens äußerst bemerkenswerte Antwort von Frau Treml lautete:

„Hallo, ich hab des Rätsels Lösung wegen der Cola!
Das Phänomen tritt nämlich ausschließlich bei Menschen aus dem Schwarzwald oder vom schwarzen Meer, deren Goenner /-Innen und natürlich bei "Neigschmeckte" auf. Die Sache ist die, dass sich der Körper nach etwas dunklem, tristen aber dennoch beständigem sehnt. Wie eben der Schwarzwald, Schokoladenpudding oder eben COLA. Die Sache mit der Temperatur ist vergleichbar mit dem Winter im Schwarzwald. Manchmal die Coke bei 4°C und manchmal so warm und abgestanden wie dieser Winter.
Und da der Schwarzwald und die Sache mit Schokoladenpudding nicht so einfach ist, steht bei Euch Cola auf der DUNKLEN HITLISTE...
Da passt auch Schokoladeneis ins Konzept, nicht wahr Britta???
Juhuuu ich bin mir ziemlich sicher das dies des Rätsels Lösung ist....
Hochachtungsvoll Prof. Dr. dent T....“

Natürlich ließ sich die Jury in keinster Weise von der euphorischen und sehr positiven Grundstimmung von Frau Treml hinsichtlich des ihres Erachtens schon sicherem Hauptgewinns leiten!  
Die Prämierung und Verkostung von Frau Treml (incl. einer Begleitperson nach Wahl) wird in den kommenden Wochen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

So, jetzt aber wirklich…
Macht´s gut, danke für´s „mitreisen“ und bis hoffentlich bald!

Eure Britta und Euer Steffen

19.11.07 16:03


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Über die Fijis zurück in die Heimat - oder BULAAAAAAAAA oder Ja, ich will

Nachdem der ganze in den vergangenen Wochen aufgebaute Stress rund um unser Auto nach und nach abfiel, konnten wir uns also die kommenden Tage voll und ganz dem wunderschönen Sydney widmen.
Unser all inclusive-Bus-U-Bahn-Fähre-Ticket wurde bis aufs Äußerste strapaziert und nicht selten fuhren wir z.B. die Verbindungen im Hafen einfach 2 x da es einfach immer wieder schön war.

Natürlich hat die Stadt wesentlich mehr zu bieten, als nur die weltbekannte Oper und Harbourbridge. Aber was wäre ein Blog der teilweise in Australien spielt ohne ein Bild davon?
Deshalb hier bei Nacht:

 

Und dann ging es auch schon auf die Fiji Inseln.
Der zuerst als Schnäppchen gedachte Flug war zwar inzwischen auf Grund diverser Verschiebungen ein halbes First Class-Ticket, aber das hatten wir in der Vorfreude schon fast verdrängt.
Kaum gelandet und in unserem Hotel eingecheckt, wurden wir auch schon von einem geschäftstüchtigen „Freund“ zu einer Kokospalme geführt. Die Leute auf Fiji sind einfach sooooooo nett… Naja, sie sind wirklich außergewöhnlich nett, aber wie sie ein paar blassen Gringos die Dollars aus der Hose ziehen haben sie auch hier schon gelernt. Wer hätt´s gedacht?
Jedenfalls kletterte unser neuer Busenfreund ohne jegliche Hilfsmittel für uns auf die höchste Palme in der Umgebung und pflückte uns 2 Kokosnüsse.

Wie Keith Richard das wohl auch vor hatte, es aber nicht ganz schaffte, kam er dann auch wieder elegant den Baum herunter und öffnete uns gekonnt die beiden Nüsse. Naja, es war zumindest genießbar.
Natürlich fing dann die Leiher mit der Familie und den vielen zu stopfenden Mäulern an und wir taten unseren Teil für das prall gefüllte Abendbuffet.

Fiji hat einen recht hohen Anteil indischstämmiger Einwohner und somit auch hinduistische Glaubensanhänger. Das hat nicht zuletzt den Nebeneffekt, dass man auch deren prachtvolle Tempel sehen und besichtigen kann.
Speziell in Nadi (sprich Nandi) ist ein besonders sehenswertes Exemplar zu bewundern.

Für 2 Tage mieteten (nicht kauften!!!) wir uns dann auch noch einen roten Suzuki-Flitzer, der uns am ersten Tag in die nördlichen Teile der Hauptinsel und am darauf folgenden an die Südküste brachte. Der Wettergott meinte es allerdings nicht allzu gut mit uns, so dass wir uns zumindest von den funktionierenden Scheibenwischern überzeugen konnten. Angst hatten wir jedoch vor den teilweise gefährlich wankenden Kokospalmen – schließlich werden „Dachschäden“ bei Leihwagen auf Fiji kategorisch ausgeschlossen. Zuerst waren wir uns nicht so ganz sicher, was diese Klausel überhaupt soll. Dies änderte sich dann allerdings schnell als wir die langen Bäume im Wind tanzen sahen… Ums kurz zu machen: Es ist nichts passiert!

„Bula“ ist übrigens die allgegenwärtige Grussformel, welche einem speziell etwas abseits von den ausgetrampelten Touristenpfaden mit einer Herzlichkeit entgegengeschleudert wird, dass man das als Europäer schon fast nicht als voll nehmen kann.
Aber die Leute sind hier tatsächlich so – oder ist es etwa doch nur die Vorfreude auf einen gedünsteten Frankenschenkel? Schliesslich soll Kannibalismus hier ja noch bis vor gar nicht allzu langer Zeit ganz normal gewesen sein…

Bei den Produkten der auch hier vertretenen Fast Food-Kette soll allerdings vertraglich zugesichert ausschließlich Rindfleisch verwendet werden…

Mit eintägiger Verzögerung ging es dann für uns dahin, was die meisten wohl von den Fijis erwarten – kleine tropische Inselchen mit weissem Puderzuckerstrand. In der Tat einfach paradiesisch!

Und da es ja der Abschluss unserer Reise war, gönnten wir uns auch mal etwas anderes wie ein Dormbett.

Die teilweise für Normalsterbliche nicht bezahlbaren Resorts sind fast alle an einem tollen Strand gelegen. Es ist aber tatsächlich für jeden Geldbeutel was dabei. Klassische Unterkünfte sind auf Fiji sog. Buren, d.h. ursprünglich vollkommen aus Naturrohstoffen hergestellte Hüttchen, die mittlerweile meist an westlichen Standard angepasst mit Beton versetzt sind.
Wir gruppierten uns in die Mittelklasseunterkünfte ein und in der ersten gab es sogar sog. Softanimation.
Höhepunkt unseres Aufenthaltes war das International Crabrace. Jeder Gast konnte gegen einen kleinen Obolus, welcher der angrenzenden Gemeinde zu Gute kam, einen oder mehrere Einsiedlerkrebse am Strand fangen, welche dann so schnell wie möglich aus der Mitte des Rennparcours über die Seitenlinie spurten sollten.
Das taten die einen dann unter den enthusiastischen Anfeuerungsrufe ihrer „Besitzer“ dann etwas schneller, die anderen etwas langsamer. Nach Viertel-, Halb- und End-Finale stand auf jeden Fall der Sieger des Abends fest.

Die nächsten 3 Nächte verbrachten wir dann in einem wesentlich schlichter ausgestatteten Resort, in welchem wir teilweise sogar die einzigen Gäste waren.
Da die Insel, welche das Resort beherbergte nicht besonders windgeschützt lag, die Palmen dafür noch höher und zahlreicher vertreten waren, nahmen wir auf dem Weg von und zu unserer Bure den Blick nie vom Himmel, um notfalls vielleicht doch noch ausweichen zu können. Der Statistik, dass jährlich wesentlich mehr Menschen Kokosnüssen wie Haiattacken zum Opfer fallen glauben wir jetzt jedenfalls ohne jedweden Zweifel! 

Das kristallklare, saubere und ideal temperierte Wasser beeindruckte uns immer wieder aufs Neue und selbst Britta traute sich ein paar Meter weiter als üblich ins kühle Nass.

 


Unterwegs in der größten Badewanne der Welt

Höhepunkt unserer 3. und letzten Insel war sicher der Ausflug in die Dorfgemeinschaft, welche auch der Betreiber unserer liebevollen Unterkunft war.
Unter anderem standen der Besuch des Kindergartens und der Schule auf dem Programm.
Ersterer beeindruckte durch die zuckersüssen Knirpse, wohingegen uns in der Schule eine Gänsehaut von den unglaublichen Gesängen der Schüler überkam. Wahnsinn, wieso können die nur alle so genial singen?

Doch dann ging es für die letzten Stunden wieder zurück an den Strand – Sonne tanken bevor der Flug-Marathon mit erneutem Ministopp in Sydney losging.

Und mit lecker duftenden Frangipani-Blüten geschmückt hieß es dann tatsächlich Abschied nehmen.

Zwar wurden wir bei der Ankunft zurück auf australischem Boden erstmal um eine Schweigeminute gebeten, da das australische Rugbyteam tags zuvor bei der WM verloren hatte, davon unbeeindruckt starteten wir dann jedoch voll durch beim Powershopping. Auch das letzte verfügbare Gramm zulässigen Gepäcks wurde genutzt. Schleppen durfte natürlich der Kavalier…

Dass uns morgens um kurz vor 6 Uhr dann tatsächlich ein kleines Empfangskomitee erwartete, damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. Ganz im Gegenteil, wir hatten schon richtig Sorge, ob wir nicht vergessen wurden…
Jedenfalls vernebelte uns die eine oder andere Träne am Morgen der Ankunft gleich hinter der berühmten Schiebetüre etwas die Sicht.

Ja, und nun sind wir schon wieder über 2 Wochen in der Heimat und die meisten unserer eifrigen Leser haben wir inzwischen auch schon wieder persönlich gesehen. Hoffentlich liest das hier überhaupt noch jemand???
Zwischenzeitlich haben wir auch unsere ausgebeulten und selbst mit deutschen Waschmaschinen nicht mehr sauber zu bekommenden Klamotten in feinen Zwirn ausgetauscht. Zumindest für einen Tag...

1.11.07 19:17


Von Adelaide ueber Melbourne zurueck nach Sydney - oder Ende einer Urlaubsliebe

Faehrt man von Adelaide immer die Kueste ostwaerts entlang, so kommt man einige hundert Kilometer vor Melbourne auf die weltberuehmte Great Ocean Road. Angeblich eine der schoensten Strassen der Welt.
Und in der Tat sind die Ausblicke sehr beeindruckend!
Von Westen aus kommend beginnt der Nationalpark mit den beruehmten von Wind, Meer und Regen zersetzten Sandsteinformationen.
In Kombination mit dem kristallklaren Wasser ist es einfach immer wieder schoen anzuschaun.


Die "12 Apostel". Wobei aus dieser Perspektive nicht alle sichbar sind und der Name aufgrund der Erosionen und zwangslaeufig damit verbundenen Einstuerze irgendwann wohl wieder geaendert werden muss.


Gut dass uns das nach 3 Monaten auch endlich mal jemand sagt!!! Haben uns schon gewundert...

In Melbourne sollte unser Auto nochmal durchgecheckt werden, bevor wir es dann in Sydney wieder verkaufen wollten.
Praktisch auch, dass gleich neben dem Campingplatz eine Werkstatt war mit einem vertrauenserweckenden Mechaniker.
Wir schilderten ihm also die kleineren Wehwehchen unseres Goldstuecks und er schaute sich das Ganze mal an...
Als wir Nachmittags dann nach einem kleinen Stadtbummel zurueck kamen gefiel uns sein Gesicht allerdings gar nicht!
Nach einem Nervenzusammenbruch entschieden wir uns dann dazu saemtliche "Kleinigkeiten" soweit beheben zu lassen, dass wir das Auto guten Gewissens verkaufen koennen. Dass wir da mit einer Rechnung von 3000 Dollar rausgehen haben wir uns jedoch nicht unbedingt vorgestellt!
Wir das Auto so gut wie verkauft und neue Besitzer waere ein aelteres Paar gewesen, die einen Van in gutem Zustand suchten und dafuer gerne etwas mehr ausgeben...
Bloederweise erschienen die dann zu dem vereinbarten Termin nicht und wir waren schon fast aus Melbourne draussen, als dann doch noch ein Anruf von Ihnen kam. Die Frau hatte am Vortag waehrend einer Bootsfahrt einen Herzinfarkt erlitten und nun ist fraglich ob sie ihre Reise ueberhaupt fortsetzen koennen. Das ist natuerlich zuallererst mal schrecklich fuer die Beiden! Fuer uns allerdings auch bloed, da wir das Auto ansonsten wahrscheinlich etwas sparsamer zusammengetackert haetten.
Ok, wir machten uns dann also auf den Weg nach Sydney um unser Glueck an dem Platz zu versuchen, wo wir den Wagen auch gekauft hatten...
Kaum hatten wir den Zuendschluessel umgedreht war Steffen schon in Verhandlungen und noch bevor der Wagen kalt war ging es schon auf Test-Drive. Beigeistert kehrten wir zurueck und die beiden Hollaender wollten sich bei einer Zigarette nun wegen des Preises beratschlagen...
Kurz bevor sie zurueckkehrten kamen auch schon die naechsten Interessenten. Als die Niederlaender zurueckkehrten und ihren Preis nannten hallte aus dem Hintergrund nur "Ich geb Dir mehr!".
Sollten wir tatsaechlich soviel Glueck haben???
Da wir aus sicher nachvollziehbaren Gruenden recht unparteiisch waren und das Auto einfach dem geben wollten der uns am meisten bietet, ging es also auch mit denen auf Testfahrt.
Diese verlief ebenfalls positiv und das Auto war also so gut wie "unter der Haube".
Der Vertrag wurde ausgepackt und alles Noetige eingetragen.
Wie im falschen Film fuehlten wir uns dann allerdings, als zeitgleich mit der Unterschrift ploetzlich ein eindeutig von unserem Auto stammenden surrendes Geraeusch die Aufmerksamkeit auf sich zog...
Gefielen ihm etwa seine potentiell neuen Besitzer nicht???
Bei einem Blick unter den Wagen sahen wir dann auch noch einen kleinen Oelfleck -aaaaaaaaaaaaaaaaaah!!!
Das hatten wir doch grad erst alles fuer teures Geld repariert!!!!!!
Mit mulmigem Gefuehl verabredeten wir uns dann fuer den kommenden Morgen um gemeinsam die Meinung einiger Mechaniker einzuholen. Diese lautete, es sei halt ein altes Auto und wir koennten fuer 500 Dollar eine Dichtung erneuern lassen - vielleicht ist es das ja... Oder einfach mit einem etwas strengeren Blick aufs Oel weiterfahren.

Lange Rede - kurzer Sinn...
Mit einem kleinen Nachlass ist der Wagen nun inzwischen wieder unterwegs und die neuen Besitzer haben letztlich hoffentlich genauso viel Glueck wie wir damit! Denn neben einem guten Mechniker ist Glueck wohl elementar bei einem Auto fortgeschrittenen Alters.


Da ging's dann auf und davon 
- unser Tarago in neuer Mission

Mit geblaehtem Geldbeutel mussten wir uns dann einfach was goennen um den Stress der vergangenen Tage (und Naechte) abzubauen - delizoese Meeresfruechte auf dem Sydney Fishmarket warteten auf uns!!!


Meeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr!!!!!!!!

20.9.07 02:50


Von Alice Springs bis Adelaide - oder Wir duesen, duesen, duesen, duesen im Sauseschritt...

Alice Springs - da denkt wohl jeder an Hitze, knallende Sonne und rote Erde. Als wir ankamen war es zwar auch angenehm warm, aber an diesem Wochenende war die ganze Stadt im "Henley on the Todd"-Fieber.
Sprich das ausgetrocknete Flussbett wird in eine Art Sandkasten fuer Kind gebliebene Aussies umgebaut.
Verschiedene Teams ziehen mit Kollegen besetzte Schlitten durch den Sand, schippen um die Wette, rennen in Booten ohne Boden durch einen Parcours oder messen Ihre Kraefte beim Seilziehen.
Hoehepunkt des Nachmittags bei Wuerstchen, Eis und natuerlich eiskaltem Bier ist allerdings die Bootsschlacht zum Ausklang dieser grenzwertigen Veranstaltung.
Drei zu "Schlachtschiffen" umgebaute Trucks befeuern sich mit Wasser, Konfettibomben und Sand, bis schliesslich das Publikum einen Sieger kuert.
Dieser steht allerdings anscheinend schon seit Urzeiten fest, denn das Wikingerboot gewinnt immer!!!! Auch oder erst recht da Sie diesmal nach ein paar Minuten einen fatalen Getriebeschaden hatten und somit saemtlichen Bombardements der anderen recht hilflos ausgesetzt waren...  

Am darauffolgenden Tag setzten uns wir uns dann wieder in unseren Tarago und schunkelten den Katzensprung von 350 km von Alice zum Ayers Rock bzw. Uluru wie er urspruenglich hiess und nun auch offiziell wieder heisst.
Gerade passend zum Sonnenuntergang reihten wir uns in der extra fuer den Sonnenuntergang eingerichteten Viewing-Area ein und beobachteten zusammen mit verschiedensten Grueppchen das wirklich beeindruckende Farbenspiel.

Neben dem Sonnenuntergang gehoert natuerlich auch der Sonnenaufgang zu einer Uluru-Expedition, also hiess es frueh aus den Federn um wie schon am vorhergegangenen Abend zusammen mit etlichen Anderen das Schauspiel "andersherum" zu beobachten.

Leider besteigen noch immer sehr viele Besucher den "roten Berg" und Einige sehen darin sogar den einzigen Sinn Ihrer Anreise. Das finden wir besonders bedauerlich, da der Uluru eine der heiligsten Staetten der heimischen Aborigines ist und diese ausdruecklich darum beten dies zu respektieren und sich an anderen Dingen zu erfreuen. Schliesslich steigt ja auch niemand auf den Altar im Petersdom, oder???
Naja, aber letztlich muss das dann wohl jeder fuer sich ausmachen - wir haben jedenfalls drauf verzichtet!

Einen Steinwurf (45 km) vom Uluru entfernt findet man dann die naechste ungewoehnliche Steinformation - Kata Tutja oder die Olgas. Grundsaetzlich auch sehr rot und in einer der Schluchten findet man sogar ein wenig Schatten!

Und wenn man "ganz viel Glueck" hat laeuft einem auch ein Exemplar des Tourista Australia ueber den Weg! Wer behauptet eigentlich immer dass die Deutschen das schlechtangezogenste Voelkchen seien???

Auch unseren ersten Emu bekamen wir zu Gesicht. Interessiert inspizierte er die Ueberreste der abendlichen Lagerfeuer nach Verwertbarem.
Als er unser kleines Goldstueck (mehr dazu beim naechsten Mal!) zu Gesicht bekam war das wohl Liebe auf den ersten Blick. Ob dann letztlich mit dem Auto oder doch mit dem bereits hinter dem Steuer sitzenden Fahrzeugeigentuemer bleibt wohl ein Geheimnis...

Wenig spaeter entdeckte Steffen dann auch noch eine Dromedar-Familie im Busch.
20-30.000 der Wuestenschiffe wurden vor dem Einsatz der Eisenbahn als Lastentiere nach Australien "zwangsmigriert". Als dann ein ausreichendes Schienennetz deren Hilfe ueberfluessig machte, wurden sie kurzerhand "in die Wueste geschickt" und sind inzwischen mit einer Population von ca. 300.000 eine regelrechte Plage, da Sie betraechtliche Teile der ohnehin spaerliche Vegetation zerstoeren und nicht zuletzt den Wasserreserven zusetzen.

Folgt man dem Stuart Highway in suedlicher Richtung, kommt man automatisch an Coober Pedy vorbei. Der australischen Opal-Stadt, die sich unuebersehbar durch die aufgehaeuften "Maulwurfshuegel" der Minenarbeiter ankuendigt.

Noch von unserem kleinen Ausflug in Bolivien geschaedigt hatten wir allerdings keine grosse Muehe uns gegen eine weitere Minentour zu entscheiden. Dafuer gab's einen kleinen Stein fuer Britta...

Und dann waren wir auch schon durch - einmal von Norden nach Sueden...

Bevor wir mit Adelaide der sehr deutsch angehauchten Hauptstadt South Australia's einen Blitzbesuch abstatteten ging es allerdings noch in den Innes Nationalpark.

Aufgrund fehlender Erwaehnung in den meisten Reisefuehrern geht es hier noch recht beschaulich zu und wer ein ruhiges Plaetzchen sucht ist hier richtig aufgehoben.
Ausserdem gibt es wiedermal beeindruckende Kuesten, jede Menge Emus und Kanguruhs zu sichten. 

Wer genauer hinschaut kann erkennen, dass hier jemand nicht ganz alleine am Grashalm knabbert!

3.9.07 07:01


Von der Ostkueste ins Outback - oder immer der Nase nach

Immer der Kueste entlang mit kleineren Abstechern ins Inland gelangten wir ueber Cairns nach Cape Tribulation im Norden der Ostkueste.  

Regenwaldfeeling pur! Und was da so alles kreucht und fleucht moechte man manchmal besser gar nicht wissen…

So sehr das klare Meerwasser auch lockte, wir sind da nicht rein! Zum Einen war das feuchte Element trotz der generell sehr angenehmen Tages- und Nachttemperaturen doch recht frisch und zum Anderen verlassen die ansaessigen Salzwasser-Krokodile (liebevoll Salties genannt) zum Futterfang gerne ihre ins Hinterland fuehrenden Flussarme Richtung Meer. Und zwei deutsche Leckerbissen wie uns haetten die sich sicher nicht entgehen lassen!
Ach ja, wir haben uebrigens zur Kenntnis genommen, dass in Deutschland inzwischen Schulferien sind…
Teilweise kommt man sich vor als wuerde man am Bodensee Urlaub machen und nicht auf der anderen Seite der Welt umher irren. Ist daheim ueberhaupt noch jemand???? Halloooooooooo…

Aber dann ging es endlich los – ab ins wirkliche Australien, ab ins Outback.
Ein paar tausend zusaetzliche Kilometer hatten wir inzwischen ja schon auf unseren Tacho gebracht, die haben wir jedoch nicht so wirklich wahrgenommen. Das sollte sich jetzt aendern…
Stunden- bzw. tagelang hiess es jetzt bei 90 km/h einfach geradeaus – immer auf der Suche nach einem neuen Verbrauchsrekord. Die Klimaanlage bleibt demnach aus und der Spalt im Fenster wird mit dem Lineal aerodynamisch optimal ausgemessen. 

Verfahren kann man sich hier eigentlich gar nicht. Uebersieht man dann allerdings im schlimmsten Fall die Abzweigung,  dann hat das fatale Folgen! Immer abhaengig davon wann der Fehler bemerkt wird…
Blieb uns bisher trotz 700-800 km taeglich gluecklicherweise erspart – toitoitoi…
So rot und monoton wie wir uns das hier allerdings vorgestellt hatten ist es gar nicht! Rechts und links der Strasse sind so gut wie immer Buesche und Baeume – nix ewig weite rote Landschaft. Klar bekommt man die wirklich beeindruckende rote Erde auch zu Gesicht, aber es ist nicht so, dass es hier ansonsten nichts geben wuerde!

Und ganz so schlimm, dass einem hier stundenlang keiner entgegen kommen wuerde ist es nun auch wieder nicht. Natuerlich kommt es auch mal vor, dass man eine halbe Stunde gradaus faehrt und ausser 20 am Strassenrand liegenden plattgefahrenen und in saemtlichen Verwesungsstadien befindlichen Kaenguruhs oder Kuehen keinen Menschen erblickt, aber das ist doch eher die Ausnahme. Naja, aber soviel los wie bei uns ist es auf jeden Fall nicht!
Steffen hat inzwischen auch den Outback-Gruss verinnerlicht und der Zeigefinger hebt sich nun von ganz alleine wenn ein Auto oder Roadtrain vorbei donnert. Bei letzteren mit bis zu 3 Anhaengern bestueckten und ueber 50 m langen Trucks heisst es auf jeden Fall Ruhe bewahren und am besten die Strasse raeumen, bis sich der Steinhagel und die Staubwolke wieder einigermassen gelegt haben.
Wie in einem schlechten Traum sind wir uns dann allerdings vorgekommen, als uns eines morgens ausgerechnet ein kleiner Gelaendewagen und kein Strassenzug einen Steinschlag-Schaden auf die ansonsten bis dato wie durch ein Wunder noch jungfraeuliche Windschutzscheibe zauberte. Naja, wir haben das vorsichtshalber mal lieber kleben lassen und haben als Dankeschoen zusaetzlich 2 Baseballkappen und einen netten Aufkleber bekommen – We got stoned in Katherine. 

Wie schon erwaehnt huepften uns bisher erstaunlich wenige Kaenguruhs ueber den Weg. Gesehen hatten wir ja schon einige, aber da war halt nicht mehr viel mit eleganter Fortbewegung…
Auf einem Campingplatz wimmelte es dann allerdings nur so vor Wallabies, den kleinen Vertretern der Beutler. Einer hing Steffen abends sogar fast im Kreuz, als er sich an die in vermeintlich sicherer Hoehe gehaengte Abfalltuete heran schlich und mit einem Satz beschlagnahmen wollte. Wen’s interessiert - bekommen hat er sie nicht!

Bereits im Daintree hatten wir schon das ein oder andere Krokodil gesehen. Die “australischen Geckos” dort waren allerdings eher kleinere Vertreter und doesten nur traege rum. Im Kakadu Nationalpark allerdings wurden sie nicht nur ein wenig groesser, sondern waren richtig aktiv – zumindest wenn man sie mit ihren anderen Kollegen vergleicht.

Besonders spannend wurde es, als einer dieser Freunde offenbar Interesse an einem kleinen Anglerboot hatte und diesem zumindest fuer uns beunruhigend nahe kam bevor er ein paar Meter davor auf Tauchstation ging.

Im Gegensatz zur Kuestenregion kommt man im Landesinneren auch mit den australischen Ureinwohnern in Kontakt. Naja, in Kontakt dann doch wieder nicht so wirklich, da sie leider sehr abgekappselt in Ihren Communities leben oder meist alkoholisiert auf Verkehrsinseln oder Parks herumsitzen. So ganz anders wie wir das aus Suedamerika kennengelernt haben.
Es kommt einem vor, als gaebe es hier wirklich 2 parallel existierende Gesellschaften, die auf diesem Kontinent leben. Die Aborigines, die mit der durch die eingewanderten Europaeer und deren Lebensstil nicht zurecht kommen und dafuer auch gar kein Verstaendnis zu haben scheinen. Und die Weissen, welche die soweit bekannt weltweit aelteste Kultur kurzerhand auf den Kopf gestellt haben.
Somit koennen wir es ihnen auch nicht uebel nehmen, dass sie den Kontakt zu Nicht-Aborigines weitestgehend meiden.

Je mehr wir ueber diese ueber 100.000 Jahre alte und damit aelteste kontinuierliche Kultur erfahren, umso mehr verstehen wir auch, warum sich deren Lebensweise und die der selbsternannten Herrscher Australiens nur schwer miteinander verbinden lassen.
Zeugen dieser Kultur sind u.a. auch die Felsmalereien mit denen oftmals die Alten die Regeln und Geschichten an die Nachfahren ueberliefert haben. 

Obwohl wir ja eine fuer das Outback sehr angenehme Reisezeit erwischt haben, bekommen wir doch auch jetzt einen recht guten Einblick, wie trocken es hier erst im australischen Sommer werden muss.
Als wir dann zum 87. mal unsere 4 aus Suedamerika mitgebrachten CD’s hoerten wunderten wir uns ueber die komischen Wolken am Himmel. Mit jedem Kilometer wurde allerdings klarer, dass wir uns auf ein Buschfeuer zubewegten. Oftmals werden diese ja absichtlich zur Landbereinigung, Schlangen- und Ungezieferbekaempfung bzw. Vorbereitung auf die vernichtenden Feuerwellen im Sommer gelegt. Dieses sah unserer Meinung allerdings nicht wirklich danach aus und verwandelte alles Umliegende in schwarze Tristesse.

Strahlend blauen Himmel hatten wir dann wieder bei den “Devil Marbles” (Karlu Karlu). Ueber Jahrtausende teilweise tatsaechlich in Murmelform ueber-, unter- und nebeneinander liegende Granitfelsen, welche fuer die Aborigines eine tief spirituelle Bedeutung haben.

Nun sind wir in Alice Springs angekommen und als wir von unserem ersten Bummel durch die Stadt zurueck zu unserem liebgewonnenen Tarago kamen, wurde uns mal wieder ueberdeutlich bewusst, worin der Unterschied zwischen deutschem Camping und der australischen Variante besteht.


Wir haben ihn dann schnell weggefahren, so dass ihm nichts ernsthaftes passiert ist!

24.8.07 08:40


Wichtig - Mitteilung des Supervisors!

Wir verbitten uns fuer die Zukunft Kommentare die dem Selbstbewusstsein der Protagonisten schaden koennten!

Dankeschoen!!!

25.8.07 07:42


Auf den Whitsunday Islands oder Quietschvergnuegt am weissen Strand

Weiter ging's auf die Whitsunday Islands. Wohl die bekannteste Inselgruppe der australischen Ostkueste. 

Warum es hier so viele Leute herzieht kann man sich beim Anblick des kristallklaren Wassers und der Puderzuckerstraende sehr gut vorstellen.

 
Yipieh, dem weissen Hai hab ich eins auf die Schnauze gegeben


Und mich wollte er erst gar nicht anknabbern

12.8.07 01:34


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