Wir sind dann mal weg.

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Von Cusco zum Titicacasee - oder Sind wir hier am Bodensee?

Nach einem wunderschoenen Abend mit liebgewonnen schweizer und peruanischen Freunden, leckerem Essen, Wein, Gesaengen und Gedichten ueber Che Guevara und andere Freiheitskaempfer, hiess es also nach 6 Wochen Abschied nehmen von Cusco. Auf ging es Richtung Bolivien – und das vorbei an atemberaubend schoener Landschaft.
Steffen ist hierbei wieder ganz sentimental geworden und traeumt immer noch einmal mit dem Motorrad zurueck zu kommen.
An dieser Stelle sei nochmal der Aufruf an alle Interessenten gestattet! Vielleicht helfen die nachfolgenden Bilder dem ein oder anderen ja ein wenig dabei, ebenfalls den Reiz an der Durchquerung dieser wenig befahrenen, spektakulaeren und teilweise absolut urspruenglichen Landschaft zu entdecken…

Endstation der Fahrt war Puno auf der peruanischen Seite des Titicacasees. Dieser an sich recht unattraktive Ort dient hauptsaechlich der Abfertigung der vielen vielen Touristen fuer die nahe gelegenen (Schilf)Inseln. Das Spektakel wollten wir uns jedoch nicht geben und sind gleich weiter auf die bolivianische Seite nach Copacaba (nicht zu verwechseln mit dem Strand in Rio) getuckert. Es ging somit in unser 3. Land… Die Isla del Sol, auf welche wir gleich am naechsten Morgen uebersetzten, ist lt. der Inka-Saga der Ursprung des ganzen Imperiums. Hier soll der erste Inka-Herrscher geboren sein und damit ist natuerlich der gesamte Titicacasee heilig. Wer die Schoenheit einmal selbst erleben durfte kann das Ganze auch ohne den historischen Hintergrund verstehen!
Der See an sich ist fast 13 mal groesser als der Bodensee und mit 3810 m ueber dem Meer der hoechstgelegene schiffbare See der Erde.
Der Vergleich mit dem Bodensee ist uebrigens nicht von ungefaehr – zumindest uns beide ueberkam waehrend unseres Aufenthalts doch das ein oder andere mal Sehnsucht nach der Heimat. Die Berge der Cordillera Real im Hintergrund erinnern hin und wieder doch sehr an die Aussicht im Sueden Deutschlands, auch wenn die Gipfel hier bis zu 4000 m hoeher liegen.
Mal schaun ob wir das Ganze auch noch aus der anderen Perspektive fotografieren duerfen – man darf gespannt sein…
Jedenfalls freuen wir uns schon jetzt sehr auf einen leckeren Espresso bei der Fam. Jesensky de Oliveira - es heist also die Bohnenbestaende aufzufuellen und die Maschine vorzuheizen!!!


Ist das tatsaechlich in Bolivien oder doch der Bodensee???

Wir erwanderten die Insel in 2 Tagen - am ersten Tag von Sueden nach Norden und am darauf folgenden Morgen auf einer anderen Route zurueck. Man meint hier eine ganz andere Definition von Blau zu erfahren, so tief und klar sind die Farben. Dazu eine Ruhe, wie sie daheim meist leider nur ein Wunschtraum ist…

Allerdings ist die Sonneneinstrahlung hier etwas staerker, so dass eine Kopfbedeckung unerlaesslich ist! Und wenn man seine Kappe tags davor im Bus liegen laesst und nicht mit einer daemlichen Titicacasee-Muetze rumlaufen will, dann muss man sich eben etwas einfallen lassen…


Schoene Gruesse an Peter A.: Das Unkraut im Gesicht wurde inzwischen fachgerecht von einem bolivianischen Meisterbarbier entfernt!

Was sollen wir sagen, wir sind einfach nur schwer beeindruckt und haben wahrscheinlich 1000 Fotos geschossen.
Nachfolgend einfach eine kleine Auswahl:

Und die Cordillera Real am gegenueberliegenden Ufer immer im Blick! 


Als aussergewoehnlich empfanden wir auch die Bewohner dieses herrlichen Fleckchens Erde. Anscheinend angesteckt von der Ruhe ihrer Umgebung, scheinen Sie keinen Stress zu kennen und das strahlen sie auch aus. Mit einem stets freundlichen Laecheln und “Holá” vermitteln Sie einem, dass man nicht als notwendiges Uebel empfunden wird, sondern wirklich willkommen ist.
Sie besitzen keine riesigen Villen, Autos gibt es auf diesem bis zu 9.6 km langen und 6.4 km breiten Eiland nicht, und auch sonst scheint ihnen der Wunsch nach groesseren Besitztuemern fremd. Ebenso scheint der Alkohol (der von den Spaniern eingefuehrte Teufel) die Sinne nicht derart zu benebeln, wie es leider an vielen anderen Orten der Fall ist. In Peru steht in 80 % aller Familien Gewalt gegenueber den Frauen bzw. Kindern leider auf der Tagesordnung! Fast immer unter Einfluss von Hochprozentigem, das fuer umgerechnet knapp 30 Eurocent je Liter selbst fuer die Aermsten erschwinglich ist.

Die Umgebung des Titicacasees gilt als die Wiege der Kartoffel. Die liebliche Knolle gibt es angeblich in ueber 2000 Sorten. Aber auch andere Gemuesearten (wie auch Meerschweinchen!) gedeihen in dem angenehmen Klima praechtig.

Und natuerlich gibt es auch leckeren Fisch - muy rico!


Ein Ort der zum Meditieren einlaedt…

Inzwischen sind wir nach La Paz weitergezogen, der mit 3600 m hoechstgelegenen Millionenstadt der Welt.
Die Luft ist duenn, doch die Berge rufen!

6.5.07 18:00


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Liebe Gruesse von Ferdinand

Natuerlich musste vor Beginn des Massenexportes auch eine kleine Kostprobe genommen werden - reine Qualitaetssicherungsmassnahme!!! 


Cuy platt und fritiert

27.4.07 01:31


Machu Picchu und Condor Lodge - oder Vom Durchschnittsverkaeufer zum Meerschweinchenzuechter

Nachdem wir unseren Spanischkurs mit Abschlusszertifikat gemeistert hatten war auch endlich wieder Zeit uns den Sehenswuerdigkeiten in und um Cusco zu widmen.
Zusammen mit 2 Mitschuelerinnen ging es auf zu den Ruinen in unmittelbarer Umgebung. Auch wenn wir inzwischen schon so einiges gesehen haben ist es immer wieder beeindurckend was damals mit einfachsten Mitteln geschaffen wurde.
Und das Wetter hatte sich zwischenzeitlich auch gebessert!


Ja, der kleine Fleck ist Britta!


Saqsaywamán

Und da Sightseeing und Ruinen hoch und runter laufen ja bekanntlich sehr anstrengend ist, haben wir uns vorher mit allerlei Leckereien eingedeckt, so dass sogar ein tolles Picknick drin war!

Und die Inca Kola war natuerlich auch immer dabei!

Endlich fanden wir auch Zeit uns dem Hoehepunkt der meisten Peru-Reisen zu widmen – Machu Picchu (korrekte Aussprache uebrigens: Matschu Piktschu).

Zuerst waren wir recht geschockt was die Kosten fuer diesen kleinen Ausflug angeht. Aber eine Peru-Reise ohne Machu Picchu ist wahrscheinlich nicht komplett!
Bis heute weiss man uebrigens immer noch nicht, wofuer die Anlage definitiv genutzt wurde - die Spekulationen gehen von der Winterresidenz des Inkas bis hin zu einer Universitaet.
Wenn man sich mit der Geschichte MP`s beschaeftigt, dann taucht immer wieder der Name Hiram Bingham auf. Er wird als der Wieder-Entdecker von Machu Picchu im Jahr 1911 gefeiert. Dass er diese (wahrscheinlich in Kuerze als eines der neuen Weltwunder gefeierte) Anlage zumindest einem breiteren Publikum bekannt machte ist unbestritten. Allerdings ist inzwischen ebenfalls bekannt geworden, dass er bei der Entdeckung nicht gerade zimperlich war. Ganze Esel- und Llamakarawanen mit Schaetzen aus Gold und Silber wurden von ihm ueber Bolivien in die USA verfrachtet, was zur damaligen Zeit leider unerkannt blieb. Man ging damals davon aus, dass MP bereits zuvor von (anderen) Grabraeubern gepluendert wurde. Somit finden sich viele der Schaetze Machu Picchus heute entweder in den Museen der USA oder in Privatsammlungen.
Diesmal waren es also ausnahmsweise mal nicht die Spanier (die MP anscheinend nie entdeckten und deshalb auch nicht zerstoerten) die hier zugange waren…
Wir haben uns auf dieser Reise allerdings schon oft gefragt, warum Menschen fuer Gold und Silber bereit sind ganze Voelker und deren Kultur auszuloeschen. Sicher wieder eines der Kapitel speziell europaeischer Geschichte, bei denen man nur hoffen kann, dass sie sich nie wiederholen.

Doch zurueck zum Machu Picchu von heute…
Zwar gibt es aus besagten Gruenden keine wertvollen Schaetze aus Edelmetall zu bestaunen, aber die Anlage an sich haut einen tatsaechlich um - die Architektur als auch die landschaftliche Lage ist unglaublich!
Noch dazu wenn man wie wir das Glueck hat, das Ganze bei strahlendem Sonnenschein erleben zu duerfen…
Sicher hat man schon 1000 x die Bilder gesehen, aber live ist es dann doch nochmal etwas anderes!

Nachdem wir uns einen ersten Ueberblick verschafft hatten, machten wir uns auf den hinter MP liegenden Berg Wayna Picchu (Kleiner Berg) zu erklimmen.
Der Hinweis, dass dessen Besteigung nur fuer schwindelfreie Personen in guter koerperlicher Verfassung empfohlen wird ist uebrigens keinesfalls uebertrieben. Teilweise sind die Stufen keine 20 cm breit und eine genormte Tritthoehe gab es damals eben auch noch nicht!

Dafuer wird man nach all den Strapazen mit einer weiteren beeindruckenden Aussicht belohnt.

Die Japaner bleiben jedoch meistens unten...

Eine anstrengende Rueckfahrt nach Cusco und ein paar Stunden Schlaf spaeter stand dann auch schon der naechste Ausflug zur “Condor Lodge” auf dem Programm. Klar, nach den anstrengenden Wochen Sprachschule mussten wir uns ja mal wieder was goennen! Zusammen mit Christina (einer schweizer Mitschuelerin bei Acupari), ihrem Tandem-Partner Javier (bei Acupari hat man die Moeglichkeit sich ausserhalb des normalen Unterrichts mit Cuscenos, die ihrerseits deutsch lernen, zu treffen und damit die jeweilige Sprache zu praktizieren = Tandem-Unterricht) und gleichzeitig Besitzer der Lodge sowie dessen Cousin Ivan als Guide fuhren wir also zu fuenft in die Anden.
Die Condor Lodge ist ein Oeko-Tourismus-Projekt, in welchem zusammen mit den auf und um die “Granja” ansaessigen Familien eine Unterkunft abseits des Touristentroubels aufgebaut wird. Neben der wunderbaren Landschaft sind die auf dem Gelaende der Lodge beheimateten Kondore die Hauptattraktion, die dem Ganzen ja auch den Namen geben.
Wir kannten die Koenige der Luefte zwar bereits, aber in dieser Umgebung war es nochmal eine ganz besondere Erfahrung.

Doch bevor wir deren Flugkuenste bewundern konnten hiess es erstmal den Weg dorthin zu meistern.
Zuerst ging es im 4 WD vorbei an den immer wieder aufs neue beeindruckenden Bergketten ueber Stock und Stein …

… wobei irgendwann einer der Reifen schlapp machte.

Nicht zuletzt deshalb wechselten wir unsere Befoerderungsmittel. Aber inzwischen sind wir ja schon Profis im Umgang mit unseren vierbeinigen Freunden.

Nach einer erholsamen Nacht ging es am folgenden Tag auf zum Studium der Kondore.
Da Christina Dokumentarfilmerin auf Recherchereise ist und die Condor Lodge sich wie gesagt gerade im Aufbau befindet, wurde unser Aufenthalt gleich noch dazu genutzt, einen kleinen Film fuer das aufstrebende Unternehmen zu drehen. Britta und ich sind also nun auch noch angehende Filmstars!
Und so ergab sich also oft folgendes Bild wenn wir unterwegs waren:


Deutscher Tourist, schweizer Dokumentarfilmerin, peruanischer Grossgrundbesitzer und fachkundiger Guide

Und kaum wartet man ein paar Minuten, dann kommen sie schon in Sichtweite – immer wieder beeindruckend!

Und da es auf der Lodge keine Elektrizitaet gibt fand das von Javiers Mutter jeden Abend liebevoll zubereitete Abendmahl bei idyllischem Kerzenschein statt.

Ob es allerdings was zu beissen gibt haengt auch von den Faehigkeiten der Gaeste ab!

An diesem Abend blieb die Kueche jedenfalls kalt… In den Hoehen der Anden fuehlt man sich abends den Sternen tatsaechlich zum Greifen nah und neben einem phantastischen Sternenhimmel hat man auch unglaubliche Ansichten des Mondes.

Doch auch hier hiess es dann wieder Abschied nehmen. Erneut stiegen wir per Caballo und spaeter per pedes ins Tal hinab.


Aussicht von der Logde mit typischem Fortbewegungsmittel


Britta mit kreativer Kopfbedeckung, Ivan und Christina

Bevor Javier uns wieder in den Jeep packte, wartete allerdings noch ein ganz besonderer Leckerbissen auf uns und Steffens berufliche Zukunft liegt endlich nicht mehr im Dunkeln!

Ivan ist nicht nur ein fachkundiger Guide, sondern gleichzeitig Mitinhaber einer aufstrebenden Meerschweinchen-Zucht. Und die lag genau auf unserem Heimweg!
Wie schon in einem vorhergehenden Beitrag berichtet werden die possierlichen kleinen Nager hier nur zweitrangig wegen ihrer suessen Art als Streicheltiere gezuechtet…
Aufgrund des hohen Naehrwertgehalts und der Cholesterin-Neutralitaet ein zukunftssicheres Geschaeft.
Ivan`s Vater ist dabei soetwas wie der “Godfather of Cuy”.


Der Godfather of Cuy zusammen mit einem seiner Musterexemplare


Die “Produktionsstaette”

Steffen nutzte die Gelegenheit gleich ein geeignetes Vertragswerk aufzusetzen. In Kuerze koennt Ihr zuhause (und wenn die Geschaefte gut laufen bald ganz Europa) mittels der frisch im Handelsregister eingetragenen “Little Swinishness Ltd.” in den Genuss des besonderen Leckerbissen kommen.
Das neugegruendete Unternehmen ist uebrigens Eigentum der Schafkopfgemeinschaft “Schelle Sau” (jetzt Schelle Meersau!).


Frischgebackener Meerschweinchenzuechter mit “Ferdinand” nach offensichtlich schweisstreibender Hetzjagd

25.4.07 02:14


Abo funktioniert leider nicht - oder Heute ist mal schoenes Wetter...

Nachdem sich der ein oder andere unser geschaetzten Leser beschwert hat, hier die Nachricht an alle die unseren beschaulichen Reisebericht abonniert haben:
DAS ABO FUNKTIONIERT DERZEIT NICHT!!
Anscheinend hat myblog damit grad kleinere groessere Probleme ... Es wird allerdings daran gearbeitet wie man uns glaubhaft versichert hat!

Also, wer immer topaktuell informiert sein moechte wenn wir mal wieder etwas zum besten gegeben haben, schickt uns einfach eine Mail, dann legen wir einen eigenen Verteiler an bis die Stoerung behoben ist.

Ach ja, HEUTE SCHEINT DIE SONNE OHNE EIN WOELKCHEM AM HIMMEL!
Nicht dass ihr denkt ihr haettet daheim alleine das gute Wetter gepachtet ;-)

Abschliessend sollen wir Euch noch von den Beiden recht herzlich gruessen...

 

... und bei Granja Heidi schmeckt es immer noch!

12.4.07 19:35


Cusco – oder “Habla Español II” und Fussball-Fiesta

Knapp 3 Wochen sind wir inzwischen schon wieder hier in Cusco und widmen uns in vollen Zuegen weiter der spanischen Sprache. Mit recht unterschiedlichem Erfolg: Britta ist im “Profi-Kurs” und Steffen mueht sich noch mit Indefinido und Imperfecto ab!


Blick auf eine der Kirchen um den Plaza de Armas (Zentrum einer jeden peruanischen Stadt)

Nach einer weiteren (und vorerst letzten) Woche in der Sprachschule, werden wir dann auch endlich Zeit finden uns Machu Picchu und somit die Hauptattraktion Perus wenn nicht ganz Suedamerikas anzuschauen.
Aber jetzt erstmal ein Rueckblick auf die letzten Tage!

Nach einer heissen Fahrt im Nachtbus (incl. Kreislaufkollaps von Britta) waren wir morgens um 5 Uhr kaum in Cusco aus dem Bus ausgestiegen, wurden wir auch schon von diversen Hostel-Schleppern in Empfang genommen.
Vollkommen entnervt und uebermuedet nahmen wir einfach das was uns am besten erschien und siehe da, es war eine wirklich gute Wahl! Inzwischen haben wir hier knapp 3 Wochen Unterschlupf gefunden und nach einem Zimmerwechsel nun sogar einen herrlichem Blick ueber die Daecher der alten Inka-Hauptstatt! Man koennte fast glauben wir sind in Florenz…


Blick aus unserem Zimmer bei Tag...


... und bei Nacht

“Holá” und “Buenas Noches” lernen wir bis zur Perfektion in der dem deutschen Honorarkonsulat angeschlossenen Sprachschule ACUPARI. Zwar sind die Schueler hier derzeit ausschliesslich deutschsprachig (Deutschland und die Schweiz sind aktuell vertreten), aber dann faellt es schon nicht so schwer sich bei den Mitschuelern zu erkundigen, wenn man mal wieder etwas nicht versteht!


Was das Kulinarische im teilweise leider etwas arg touristischen “Nabel der Welt” anbetrifft ("Massage Mister?" - "Restaurant Mister? Free Pisco Sour for you!), so haben wir hier allerdings einen Volltreffer gelandet! Zur Mittagspause findet man uns meist in einem leckeren vegetarischen Restaurant (3 Gaenge incl. Salatbuffet und Getraenk fuer nicht mal 1 Euro), zum nachmittaeglichen Café con leche nebst kleiner Leckerei des besten Konditors Peru`s im “Buen Pastor” und das absolute Highlight ist “Granja Heidi”! Letzteres ist ein deutsch-peruanischens Restaurant u.a. auch mit deutschen Spezialitaeten, die unser Heimweh sehr lindern. Mehr dazu gleich…


Typische Gasse in Cusco - links das gelbe Haus ist das Granja Heidi

Obwohl die Spanier nach der Einnahme des Inka-Reiches nahezu alles zerstoerten und pluenderten, ist es speziell hier in Cusco nicht schwer sich in die Zeit vor 500 Jahren zurueck zu versetzen. Auf Grund der unglaublichen Baukuenste der inka`schen Steinmetze, welche die teilweise mehrere Tonnen schweren Steine exakt aneinander anpassten, schafften es selbst die Invasoren nicht alles zu zerstoeren.


Somit sind zumindest viele Grundmauern aus der damaligen Zeit erhalten, wenn auch inzwischen durch christliche Kirchen oder teilweise sehr luxurioese Hotels zweckentfremdet.
Sehr bekannt sind auch die Werke der Kuenstler der “Escuela Cusceña”. Nach dem Einfall der selbsternannten "Befreier" gab es einen riesigen Bedarf an allen moeglichen und speziell religoeser Bilder. Somit spezialisierten sich die Maler u.a. auf Faelschungen beruehmter Werke. Teilweise mit "leichten" Anpassungen an die hiesigen Gegebenheiten und Braeuche... So bekamen die dargestellten Personen mestizisches Aussehen oder beim Abendmahl wird eben Meerschweinchen verspeist (siehe Bild).


Jaja, ein Cuy wussten schon die Juenger zu schaetzen...

Waehrend eines Ausfluges ins Valle Sagrado (das Heilige Tal) bekamen wir dann auch einen Einblick in die landwirtschaftlichen Faehigkeiten der Inkas.


Auf dem Weg durchs Valle Sagrado

Untenstehendes Bild zeigt eine “Forschungs- und Experimentierstaette”. Dort war es auf den verschiedenen Terrassenstufen (mit den speziell an diesem Ort selbst auf kleinstem Raum herrschenden klimatischen Unterschiede) moeglich, den Anbau der diversen Gemuese- und Getreidearten in unterschiedlichsten Anbaugebieten zu simulieren.

Auch hatten sie zum Salzabbau ihre speziellen Staetten, an denen das kostbare Weiss  ebenfalls ueber Terassenanlagen aus den Bergen nach aussen geschwemmt und luftgetrocknet wurde.

Doch nun erstmal genug der geschichtlichen und kulturellen Aufklaerung…

Am 01.04. war ja auch noch Britta´s XX.ter Geburtstag! Dieser wurde natuerlich auch wieder auf suedamerikanisch-deutsche Art gefeiert!
Der Abend begann mit einem leckeren Stelldichein im oben bereits erwaehnten Restaurant Granja Heidi – diesmal allerdings ohne auch nur im entferntesten auf das Budget zu achten.
Als Vorspeise gab es neben mit Lachscreme gefuellten Crepé-Eckchen einen leckeren Salat, gefolgt von Rinderlende mit original schwaebischen Spaetzle bzw. Bratkartoffeln. Nach einem Versuch in peruanischem Rotwein, schloss sich Britta ebenfalls dem excellenten chilenischen Tropfen an. Kroenender Abschluss des Gaumenschmauss war dann eine Torte namens “Nelson Mandela” (vergleichbar mit Ameisenkuchen mit Pekannuessen – wem das was sagt...) und leckerer Espresso.
Wer die Rechnung uebernehmen moechte kann sich gerne melden!!

Jedenfalls sind wir inzwischen Stammgaeste…

Mit gefuellten Maegen ging es dann weiter zum mit unseren Mitschuelern verabredeten Treffpunkt in einen Club.
Gemaess dem suedamerikanischen Prozedere wartet man erstmal bei einem beliebigen Getraenk (bevorzugt alkoholisch) auf die Liveband.
Wir hatten uns einen Platz direkt vor der Buehne gesichert – dass das nicht gerade eine weise Entscheidung war merkten wir allerdings erst spaeter…
Nach diversen Salsa-Rhytmen fand die Darbietung naemlich ihren Hoehepunkt in einem Zuschauer-Wettbewerb: Wer laesst seine Hueften am besten kreisen?
Den Anfang machten die Maedels und bereitwillig fanden sich speziell unter den Einheimischen Mitstreiterinnen, aber auch die “Gringuitas” wurden nicht verschont. Da wir in der ersten Reihe sassen lag es allzu nahe, dass auch Britta sich mit den peruanischen Gummihueften messen sollte. Nach eindeutig dankend ablehnenden Gesten war die Erleichterung gross, als eine franzoesische Blondine den Wettkampf annahm und – auch noch gewann! Respekt!!!
Dummerweise lernten wir nicht, dass wir einfach einen zu einfachen Opferplatz hatten, so dass auch Steffen nur nach zaehen Verhandlungen und vorspielen saemtlicher moeglicher koerperlichen Gebrechen, seinen Arm aus den Faengen des “Einsammlers” befreien konnte und somit der vollkommenen Blamage entgehen konnte.
Nachdem auch der diesmal Einheimische Hueftenschleuderer seinen Cuba-Libre abgeraeumt hatte, ging der Laden dann in eine Disco mit internationalen Rhythmen ueber, so dass man sich auch auf die Tanzflaeche wagen konnte, ohne von 1000den Augenpaaren dabei begutachtet zu werden. Das ein oder andere zusaetzliche Getraenk laesst einen dann auch gleich viel freier werden…
Leider existieren von diesem delizioesen und witzigen Abend keine Bilder, so dass er lediglich in unserem Gedaechtnis eingebrannt bleibt.

Ein weiterer Hoehepunkt unserer Reise wartete dann Vorgestern auf uns. Mehr oder weniger zufaellig erfuhren wir, dass die einheimische Fussballmannschaft in der suedamerikanischen Ausgabe der Champions League (dem Copa Libertadores) am Mittwoch auf die Boca Juniors aus Buenos Aires treffen sollte. Zwar war es vorher schon so gut wie ausgemacht, dass wir hierbei fuer die haushoch unterlegene Mannschaft fiebern wuerden, trotzdem konnten wir uns das Spektakel natuerlich nicht entgehen lassen. Fuer umgerechnet 3 € erstanden wir auf dem Schwarzmarkt also Tickets fuer die Fankurve der “Ciencianos”.


Ausstattung zweier "Fanaticos" nebst Eintrittskarten...


... und hier im Einsatz!

Das etwas baufaellig anmutende Stadion ist wirklich unglaublichen schoen zwischen den Anden gelegen und war mit schaetzungsweise 25.000 Zuschauern natuerlich restlos ausverkauft!

 

Die erste Halbzeit plaetscherte ohne erwaehnenswerte Vorkommnisse vor sich hin, als dann aus dem Nichts tatsaechlich das 1:0 fuer Cusco fiel. WAHNSINN!
Als dann Boca auch noch eine vollkommen verdiente rote Karte erhielt schien das Wunder greifbar! Und dann fiel tatsaechlich auch noch das 2:0 und kurz vor Schluss gar das 3:0. Unglaublich – und das obwohl Cusco einen Torwart hat, gegen den selbst Oli Reck souveraen ausgesehen haette!
Gemeinsam mit den restlichen “Fanaticos” ging es dann geschlossen zum Plaza de Armas, wo wie bei uns zur WM der furiose Auftritt der Mannschaft gefeiert wurde.

Folge dieses denkwuerdigen Abends sind eine fehlende Stimme bei Steffen und eine angehende Grippe bei Britta, aber das war der Abend auf jeden Fall wert.  

Ach ja, heute frueh gab es ein leckeres Fruehstuecksbuffet...

6.4.07 20:55


Von der Provinz ueber Lima nach Sueden – oder El Condor Pasa

Weiterhin gefesselt von der Schoenheit der Anden ging es im Anschluss an die anstrengenden Tage in der Cordillera Blanca noch tiefer ins Nirgendwo nach Chavin de Huantar. Natuerlich weiterhin mit den dicken Regenwolken im Schlepptau…
Trotzdem wollten wir uns diese landschaftlich spektakulaere Fahrt (inkl. Zwischenstopp zum Anziehen der merklich gelockerten Radmuttern) in das Zentrum der Chavinkultur nicht entgehen lassen.


Unsere Buscrew nach erfolgreicher Befestigung der Radmuttern

In stockfinsteren unterirdischen Gaengen beschworen seinerzeit die angereisten Pilgerer unter dem Einfluss des Safts des San Pedro-Kaktus ihre Goetter. Wirklich beeindruckend, auch wenn diesem Projekt bei weitem nicht die Mittel zur Verfuegung stehen, wie vielen anderen Ruinen.

Mit Peru`s Hauptstatt Lima hatten wir anschliessend den totalen Kontrast!
Allerdings konnten wir dieser nahzu immer von einer Smogwolke ueberzogenen 12-Mio-Stadt letztlich tatsaechlich etwas abgewinnen, was wir vorher stark bezweifelt hatten. Es ist immer besser, wenn man einen Ort mit geringen Erwartungen aufsucht. Und die Horrorstories hinsichtlich der Sicherheitsverhaeltnisse speziell hier waren nicht ohne…
Das Einzige was uns einem wirklich ungestoerten Aufenthalt entgegenwirkte war eine Rebellion in Steffen`s Koerper, die zu einem kurzzeitigen Kollaps im Badezimmer unseres Hostels fuehrte. Naehere Informationen bleiben den Lesern unserer kleinen Kolummne allerdings erspart und werden (ggf.) auf Nachfrage ausgehaendigt.
Diese Episode war gluecklicherweise nach einem langen Tag auch schon wieder beendet, so dass wir uns doch noch einige schoenen Ecken in der Altstadt anschauen konnten.

 

Ebenso konnten wir endlich unseren wie wir feststellen mussten sehr veralteten Reisefuehrer um ein neues aus Deutschland zugesandtes Exemplar ergaenzen. Ebenso kamen wir mit einer 2 Wochen alten Ausgabe des “Spiegels” endlich mal wieder in den Genuss einer deutschen Zeitschrift, die hier nahezu unmoeglich zu erhalten sind – nicht mal die Bild-Zeitung! J

Das ganze wurde von Mutti Kresslein (Danke nochmal!!) an Bekannte in Lima gesendet, wo wir das tatsaechlich unversehrt angekommene Paeckchen bei einer leckeren Flasche italienischem Weisswein in Empfang nehmen konnten.


Der Selbstausloeser ermoeglichte dieses kuenstlerisch sehr wertvolle Bild


Zur Reinigung unserer Poren nisteten wir uns tags drauf in Ica bzw. der zugehoerigen Oase Huacachino ein. Umgeben ist dieser Ort der Ruhe und Glueckseligkeit von nichts anderem als Sand, Sand und nochmal Sand.

Natuerlich kann man diese Duenenlandschaft auch erklimmen bzw. mit einem wahrscheinlich mit Duesenantrieb und Kerosin betriebenen undefinierbaren Vehikel durchqueren.

In der Hoffnung auf Linderung der Entzugserscheinungen nach Schnee und der zugehoerigen Moeglichkeiten auf diversen Brettern, stuerzte sich Steffen dann auch todesmutig die teilweise mehrere hundert Meter hohen Sandberge hinunter.

Der erste stehende Versuch verlief allerdings wenig erfolgreich!

Es ist tatsachlich etwas anderes sich elegant im weissen Element zu bewegen, oder nur lose mit Klettverschluss an den Fuessen sein Heil zu suchen…

Aber es gib zum Glueck ja noch andere Moeglichkeiten!

Die zweitgroesste Stadt Peru´s Arequipa stellte nicht nur den Ausgangspunkt eines 3-Tages-Trips in den Colca-Cayon dar, sondern ist gleichzeitig eine weitere sehr schoen erhaltene Kolonialstadt. Neben dem Sensationsfund bzw. der Ausstellung rund um die auf Grund der Hoehen und entsprechenden Temperaturen unwahrscheinlich gut erhaltenen Gipfelmumien (ein ca. 13 Jahre altes auf den Namen Juanita getauftes Maedchen stellt hier den Hoehepunkt dar), ist in Arequipa auch das Kloster Santa Catalina beheimatet, welches erst vor unglaublichen 35 Jahren die Tore fuer die Oeffentlichkeit auftat und eine kleine Stadt in der Stadt selbst darstellt. 


Diese tiefste Schlucht des Globus (der Grand Canyon ist ein Pups dagegen!) ist Heimat von ca. 60 Kondoren. Und tatsaechlich hatten wir Glueck und etliche Exemplare des Vultus gryphus begleiteten unseren 1200 m tiefen Abstieg.

Ebenso wie den nach einer angenehmen Nacht in urigen Cabañas folgenden Wiederaufstieg.

 

Sehr zufrieden mit uns und der offenbar erfolgten Akklimatisierung an die herrschenden Hoehenverhaeltnisse, nahmen wir wieder am Gipfel angekommen die ausgepumpte Frage eines amerikanischen Mitstreiters entgegen, warum wir nur unmerklich ausser Atem waren. Somit ist die Grundlage fuer weitere “Expeditionen” gelegt!

Und nun sind wir auch schon wieder 2 Tage in Cusco, dem “Nabel der Welt” wie die Stadt von den Inkas bezeichnet wurde. Die Stadt ist tatsaechlich beeindruckend und zumindest konnten einige Bauten der Zerstoerungswut der von Gold und Silber besessenen Spanier trotzen. Die massiven und unglaublich praezise gearbeiteten Steine, welche ohne jegliche Bindemittel ineinandergefuegt wurden, stellen auch heute in teilweise hervorragendem Zustand die Grundlage fuer etliche Gebaude dar.

Was allerdings nervt ist das unvermeidbare und allgegenwaertige “hardcore-selling” von Touranbietern, Massage-Studios, Restaurants, Schuhputzern, potentiellen Grabraeubern…
Naehere Infos und Bilder hierzu dann allerdings beim naechsten Mal!

23.3.07 01:57


Llanganuco-Trek zum Zweiten...

Nachdem der erste Versuch unserer 4-Tageswanderung (anscheinend der schoensten in Peru) an diversen Unwidrigkeiten scheiterte, haben wir zusammen mit 7 weiteren Wanderbegeisterten aus Kanada, Israel, Daenemark und - natuerlich - Deutschland (die sind einfach ueberall) einen 2. Versuch gestartet. Diesmal mit fachkundiger Unterstuetzung eines Guides samt Eseltreiber.
Leider haben es auch hier nicht alle bis zum Ende geschafft und mussten nach dem 2. Tag abbrechen, aber wir haben trotz Dauerregens durchgehalten!

Anbei ein paar Impressionen dieser trotz des immer wiederkehrenden Regens wirklich beeindruckenden 4 Tage.


Unsere Lastentiere


Und so ging es dann voran - mit leichtem Gepaeck...


So war meist die Sicht :-(


Oder so...


Deswegen mussten die Ponchos nachts auch als zusaetzliches Zeltcover herhalten. Leider nicht immer erfolgreich... 


Aber wir hatten manchmal auch Glueck - Morgenstimmung


Das Tal wenn es mal nicht gegossen hat


Siesta


Der Alpamayo - einst zum schoensten Berg der Welt gekuert. In 5 Minuten absoluten Gluecks kam der Gipfel tatsaechlich zum Vorschein!!!


Persoenlicher Hoehenrekord!


Unser letzer abendlicher Gaumenschmaus bei Gluehstrumpfschein mit den bis zum Schluss Wandernden.


Und bei Sonnenschein ging es dann wieder heim...

8.3.07 19:08


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