Wir sind dann mal weg.

  Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Unsere Route



http://myblog.de/wirsinddannmalweg

Gratis bloggen bei
myblog.de





Die Rucksäcke sind gepackt...

Sooo, Weihnachten und Sylvester wurden ohne grössere Zwischenfälle überstanden!

Jetzt heisst es wirklich Abschied nehmen und alle 7 Sachen zusammen sammeln... Gar nicht so einfach, wenn man nur 40 Liter Fassungsvermögen für ein knappes Jahr zur Verfügung hat!
Aber auch das wird irgendwie klappen und für alles andere gibt es ja die - genau - VISA-Card ;-)

Also, 'hasta pronto' mit dann endlich Interessantem statt dieser Testeinträge!

Liebe Grüsse und wen wir nun doch nicht mehr persönlich erwischt haben: HAPPY NEW YEAR 2007!!!!!

Britta und Steffen

1.1.07 17:23


Werbung


Erste Eindruecke - oder Meerschweinchen und Huehnerfuesse

Noch bevor unsere Fuesse ecuadorianischen Boden beruehrten, waren wir fasziniert von Quito und dem sich doch tatsaechlich MITTEN in der Stadt befindlichen Flughafen!!
Die Millionenstadt erstreckt sich ueber 50 km Laenge und nur wenigen km Breite von den Anden und Vulkanen umgeben auf einer Hoehe von schlappen 2.800 Metern. Sieht wirklich toll -aus! Doch bevor die Erkundungen in unserem ersten suedamerikanischen Land beginnen konnten, mussten wir beide erstmal wieder die Schulbank druecken und Spanisch bueffeln.
Ein komisches Gefuehl und wir konnten uns recht gut wieder an unsere Schulzeit erinnern, als man morgens mit einem Grummeln im Magen aufgewacht ist - sei es wegen noch nicht erledigten Hausaufgaben oder Vokabeln die einfach nicht sitzen wollen, man aber sicher sein kann, dass genau die dann beim naechsten Unterricht benoetigt werden.
Hierfuer hatten wir uns Otavalo (ca. 1,5 h Fahrt mit mehr oder weniger strassentauglichen Bussen in noerdliche Richtung) ausgesucht.

1 Woche Einzelunterricht wartete auf uns, wobei Britta sicherlich das haertere Los gezogen hatte. Ihre Lehrerin war weitaus strenger und dazu wegen vorhergehender Unterrichtsstunden immer schon ziemlich am Ende, als nachmittags die 3 Stunden losgingen.
Steffen hatte es zwar auch nicht leicht sein seit der Schulzeit doch sehr eingerostetes Spanisch aufzupolieren, aber von einer geringen Basis aus verbessert es sich einfach leichter. Dafuer stand auch taeglich eine Stunde mehr auf dem Stundenplan.

-

Neben dem Unterricht hatten wir aber natuerlich auch genuegend Gelegenheit das Erlernte in die Praxis umzusetzen.
Spaetestens als uns eindeutig identifierzierbar schlecht gepflegte Huehnerkrallen aus der Suppe anschauten, merkten wir allerdings, dass nicht zuletzt fuer erfolgreiche Nahrungsbestellvorgaenge noch einiges zu tun ist! 
Otavalo ist jedoch nicht nur ein idyllisches Oertchen in den Anden, sondern auch jeden Samstag Austragungsort des angeblich groessten Indiomarktes in ganz Suedamerika.
Von nah und fern reisen dann die hier allgegenwaertigen Indigenas mit Sack und Pack sowie ihren praechtigen Trachten an, die auch ansonsten zum alltaeglichen und selbstverstaendlichen Erscheinungsbild gehoeren.

Die Maenner tragen fast ausnahmslos langes, zum Zopf geflochtenes Haar. Das fand speziell bei Britta Aufmerksamkeit und Steffen blieb nichts als melancholische Erinnerungen an lang vergangenen Tage mit eigenem wallendem Haarschopf...

Auf dem Markt gibt es von Panfloeten ueber Lama-Strickpullis bis hin zu dem aus Ecuador -stammenden Panamahut (!) so ziemlich alles, -was man braucht – oder auch nicht…
Fuer ein Exemplar der letztgenannten Kopfbedeckung entschied sich Steffen in Anbetracht des anstehenden Galapagos-Trips. Auch wenn die vom Verkaeufer demonstrierte Unzerstoerbarkeit des guten Stuecks selbst bei groebsten Verformungen im Reisegepaeck inzwischen doch sehr stark relativiert werden muss!
Umrahmt wird der Markt von 2 sehr interessanten Tiermaerkten – einer fuer das grosse Vieh (Kuehe, Pferde, Ziegen, Schafe, Schweine, usw.) und einem etwas gewoehnungsbeduerftigeren Kleintiermarkt. Hier werden u.a. auch die fuer uns Europaer so possierlich anmutenden Meerschweinchen an den Mann und die Koechin gebracht.
Wer es nicht wissen sollte: Meerschweinchen gilt hier in den Andenstaaten als absolute Delikatesse!
Detailliertere Erfahrungsberichte koennen aktuell allerdings noch nicht mitgeteilt werden…

 

Nach 5 harten Unterrichtstagen, der Besteigung des Fuya Fuya als erstem Vulkan sowie ersten sehr netten Bekannschaften – an dieser Stelle viele Gruesse an die Bewohner unserer neuen Wahlheimat in der Schweiz ! – schleppten wir unsere Rucksaecke zur Busstation, um erneut die sagenhafte HiFi-DolbySorround-Stereo-Multimedia-hastenichtgesehen-Anlage an einem ansonsten renovierungsbeduerftigen Bus bewundern zu duerfen! Ziel des Abenteuers war diesmal Ibarra.
Hier wies unser Reisefuehrer auf die fuer alle Eisenbahnfreunde einmalige Gelegehenheit hin, mit einer antiken Bahn durch die Anden zu gondeln.
Wir staunten nicht schlecht, als das Monster dann mitten im Nirgendwo an der vereinbarten Stelle laut hupend um die Ecke bog.

Wir dachten im ersten Moment eher an Playmobil, aber das Ganze hatte tatsaechlich Charme.
Die Landschaft war einfach wunderschoen und als die Bahn dann auch noch entgleiste kam richtige Abenteuerstimmung auf. Mit Hilfe eines Wagenhebers, der mindestens genauso alt war wie das Ungetuem selbst, aber alles kein Problem!

Wohlbehalten ging es am naechsten Tag auf nach La Esperanza und zur naechsten Vulkanbesteigung des 4600 m hohen Imbabura.

2 Tage verbrachten wir hier im idyllischen Casa Aida in den sorgsamen Handen der 70jaehrigen Doña Aida. Es fehlte uns an nichts – ausser an Wasser fuer die lang ersehnte Dusche nach der 8-stuendigen Wanderung! Die Bauarbeiter hatten zur Erneuerung der regionalen Abflussleitungen beschlossen mal kurz fuer anderthalb Tage den Hahn abzudrehen.

Wieder in Quito angelangt warten wir nun auf unseren Abflug zu den Galapagos-Inseln.

22.1.07 00:40


Galapagos – oder Ecuadorrrrrr, Ventilatorrrrr, Sonnenschutzfaktorrrrrrr

Nach knapp 3 Stunden Flug lagen sie vor uns – Darwin’s Lieblingsinseln mit der fabelhaften Tierwelt, die es zu erkunden galt.
Wir hatten uns fuer 5 Tage Inselhuepfen auf der „Merak“ entschieden und anschliessend 3 Tage ausspannen auf der groessten der G-Inseln "Isla Isabela".
Spannung war definitiv vorhanden, da weder Britta noch ich jemals mehrere Tage auf offener See, geschweige denn auf einem solch kleinen Segelboot verbracht hatten.

 

Bevor es losgehen konnte standen wir zusammen mit unseren neuseelaendischen, japanischen und schweizer Mitstreitern allerdings ziemlich alleine im Regen bzw. in der bruetenden Sonne.

Von unserem Guide weit und breit keine Spur… Das ging ja gut los!
Nachdem wir mit Hilfe eines anderen Guides dann doch zum Hafen gefunden hatten, trudelte schliesslich auch unser Eduardo gut gelaunt ein, so dass es dann doch losgehen konnte.
Nach einem zugegebener Massen anfaenglichen Schock ueber die Platzverhaeltnisse an Board, entwickelte sich das Ganze allerdings zu einem wirklich unvergesslichen Trip. Und alles mit - wie es uns allen zumindest erschien – echten Piraten an Board:
-Einem Capitan, der so gut wie immer unter Deck zu finden war und schlief, waehrend andere seinen Job machten
-Einem Koch, der jahrelang Tellerwaescher auf anderen Schiffen in Galapagos war und nun seit 2 Wochen seine im Kopf gespeicherten Rezepte an den Mann und die Frau brachte
-Einem Schiffsjungen, der ein herrvorragender Schnorchelguide war, aber anscheinend auch noch andere Faehigkeiten hatte... Oder waren es wirklich die nicht vorhandenen Moskitos, die solch bunte Flecken am Hals hinterlassen koennen???
-und unser Ober-Pirat Eduardo, der uns mit allerlei sehr abenteuerlichen Geschichten zu beeindrucken suchte und sich immer mal wieder kurzfristig selbst zum Kapitaen machte.
Alles im allem (mit Einschraenkungen beim Guide) aber wirklich ein lustiger und netter Haufen!

     

Wir standen keine 2 Meter neben riesigen Land- und Meeresechsen, Seeloewen, Blaufuss-Toelpeln, Mega-Riesenschildkroeten und schwammen (ja, wirklich BEIDE! :-) mit Meeresschildkroeten, Mantas und Haien.

    

Wahrscheinlich gibt es das in dieser Kombination und Selbstverstaendlichkeit sonst tatsaechlich nirgendwo auf dieser Welt.

    


Was fuer uns jedoch mindestens genauso ueberraschend war: Nach 5 Tagen auf dem engen Bootchen und wenigen Minuten in “Freiheit” sehnten wir uns schon wieder zurueck! Allerdings lediglich aus dem Grund, dass alles um uns herum schwankte - wir waren offensichtlich ebenfalls zu Piraten mutiert!
Es dauerte gute 2 Tage an Land, bis dieser MERAK-Kater vorbei war. Haette nur noch gefehlt, dass wir an Land unsere Tabletten gegen Seekrankheit auspacken...
Nach 3 weiteren, sehr entspannten Tagen auf der Isla Isabela sind wir heute wieder in Quito angekommen.
Erster Kommentar unserer Reiseagentur bei der wir das Schnorchel-Equipment zurueck gebracht haben: “Na, ihr habt wohl die Gesichtsfarbe gewechselt?!”
Ja, das Wetter war gut ;-)

     

31.1.07 10:36





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung