Wir sind dann mal weg.

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Salar de Uyuni und Potosi - oder Von der Salzwueste in die Silbermine

Die Salar de Uyuni ist einer der groessten Salzseen der Erde, der auch heute noch zum Abbau des “Weissen Gold” genutzt wird. Soweit wir das beurteilen koennen duerfte es auch noch ein wenig dauern bis die Reserven erschoepft sind - der Salzreichtum wird auf 10 Milliarden Tonnen geschaetzt…
Bis auf die Monate der Regenzeit ist das Befahren der blendend weissen, scheinbar endlosen Weiten problemlos per 4WD moeglich, was wir uns natuerlich nicht entgehen lassen konnten.
Im Rahmen einer 3-Tagestour ging es aber erstmal auf den “Cemeterio de Trenes”, auf welchem viele Stahlmonster ihre letzte Ruhestaette fanden…

Und dann begannen sie auch schon, die schier endlosen Flaechen des Sees.

Bevor das Salz zur Verarbeitung weitergeleitet werden kann, wird es zu kleinen Haeufchen zusammengetragen. Eignen sich auch fuer kleinere Entspannungsuebungen!

Und wie bei einem See dieser Ausmasse ueblich gibt es natuerlich auch Inseln. In diesem Fall bedeckt mit riesigen Kandelaber-Kakteen und mit herrlichem Blick ueber die Salar.

Neben dem Salz ging es dann mit unserem tapferen Land Cruiser weiter gen Sueden, wo es neben den Reizen der Steppe verschieden schimmernde Lagunen mit Andenflamingos und mehr oder weniger erloschene Vulkane zu bestaunen gab.

Manchmal brauchte unsere treue Blechbuechse allerdings ein nettes Wort, dass es weiter gehen konnte… Aber unser Guide sprach zum Glueck Toyotanisch!

Hatte zuletzt nicht auch jemand nach dem Aussehenen der Vicuñas gefragt, die ihre wertvolle Wolle nur sehr ungern hergeben? Diesmal schienen wir von den scheuen Tierchen, die aus der Ferne einem Reh nicht unaehnlich sind, nahezu umzingelt zu sein.

Die Farbenpracht der umliegenden 5000er war schier irreal.

Und als Zeugnis der Erdaktivitaet unter unseren Fuessen gab es natuerlich auch hier jede Menge Geysire, die besonders bei morgendlicher Eiseskaelte ihren Dunst ausblasen.

Und die Felsen haben die seltsamsten Formen – dieser hier wird “Arbol de piedra” (Baum aus Stein) genannt.

Und auch schon Michael Gross soll sich hier auf seine grossen Erfolge vorbereitet haben!

Wie schon angedeutet herrschte auf diesem kleinen Ausflug trotz Sonnenschein bittere Kaelte, so dass wir letztlich ein lachendes und ein weinendes Auge hatten, als wir ohne Frostbeulen wieder wohlbehalten zurueck waren.

Naechster Stop nach einer Fahrt durch nicht minder beeindruckende Altiplano-Landschaft war die Silberstadt Potosi. Mit dem "Cerro Rico" liegt hier ein schon von den Spaniern ausgebeuteter Berg, der inzwischen durchloechert ist wie ein schweizer Kaese.
Noch heute arbeiten ca. 14.000 Maenner im Innern des Berges. Auf Grund der extremen Bedingungen liegt ihre Lebenserwartung allerdings nur bei etwas ueber 40 Jahren. 70 % der Minenarbeiter sterben an Staublunge und 30 % bei Unfaellen. Jeden Tag laesst durchschnittlich ein Mann sein Leben im Berg…

Der Besuch der Minen gehoert zu den Hauptattraktionen der Kolonialstadt. Und damit einen die Bergleute wohlgesonnen in Ihre Arbeitsstaette aufnehmen, geht es vorher ein wenig shoppen.

96 prozentiger Alkohol, Cocablaetter, Erfrischungsgetraenke, Kekse und nicht zuletzt Dynamit (!!!) koennen von jedermann ganz normal an jeder Strassenecke erstanden werden.

Gut ausgeruestet und bepackt geht es also zum Mineneingang.

Dank moderner Kamera-Blitztechnik kann sogar 150 m unter Tage einigermassen gut fotografiert werden. Ansonsten wuerde man auf dem untenstehenden Bild reichlich wenig erkennen...

Und wer leicht klaustrophobisch veranlagt ist wird das ein oder andere mal doch etwas tiefer Luft holen um nicht zu hyperventilieren…

Aber neben gekreuzten Fingern gibt es zum Glueck ja im Berginneren noch den ein oder anderen Schutzpatron, der bei jedem Besuch mit entsprechenden Opfergaben (Coca-Blaetter. Alkohol und Zigaretten) positiv gestimmt wird. Scheint ihm zu gefallen wie man sieht…

Nach 2 Stunden sind wir dann auch tatsaechlich unbeschadet wieder aus dem Berg rausgekrabbelt! Im Nachhinein alles halb so wild, aber wir sind uns einig, dass wir daheim dann doch lieber wieder im Krankenhaus oder am Schreibtisch arbeiten.

 

22.5.07 23:15
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Gaby (26.5.07 20:15)
Frage mich, wo diese bolivianischen" Rehe" ihre wertvolle Wolle tragen!? Sie sehen so " kahl" aus.
Und was stellt man mit dieser Wolle her? Ist sie besonders weich, warm oder haltbar?
Werden diese Tiere auch gezüchtet oder leben sie nur in freier Wildbahn?
Ich freue mich über Euere fachmännische Auskunft,Gaby


Gaby (26.5.07 20:17)
Übrigens echt stark Eure Aktionen und vor allem das Outfit!!!
Gaby

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