Wir sind dann mal weg.

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Von Sucre nach Cordoba - oder Hast Du sie verstanden??

Nach ueber 3 Wochen hiess es dann Sucre adios zu sagen, so gut es uns auch gefiel... Allerdings gab es vorher noch einen kleinen Aufreger!!!
Britta hatte ja schon seit Monaten immer mal wieder Probleme mit dem Magen und verdrueckte sich nachts desoefteren auf die Toilette. Jedenfalls beschlossen wir nach einer weiteren solchen Attacke nun doch mal einen Arzt zu konsultieren.
Gesagt getan ging es dann zu dem Professore, der auch schon fuer keinen geringeren wie den Papst himself in den 80ern zustaendig war, als es diesen in die bolivianische Hauptstadt verschlug. Die Vorzeichen waren also schonmal nicht die schlechtesten!
Nach einigem Hin und Her gab es dann also endlich eine Diagnose: Amoebenalarm!!!!!!!
Britta wurde kurzerhand in Britta A. Moebius umgetauft und mit den entsprechenden Mittelchen an der Hand konnten wir dann 3 Tage spaeter unseren Weg Richtung Argentinien antreten. Unser letzter Stopp in Bolivien machten wir 
in Tupiza. Manch einer wuerde dieses schoene Kaeffchen vielleicht den A..... der Welt nennen, aber uns hat es gefallen.

Auf dem Weg dorthin machten wir dann aber, wie es meist bei etwas laengeren Busfahrten am Tage hier ist, um die Mittagszeit irgendwo ein Halt. Wie immer hiess es “Almuerzo – veinte minutos pausa” (Mittagessen – schiebt euren Hintern in 20 Minuten wieder hierher, sonst bleibt ihr da!).
Jedenfalls war Stopp in einem Pueblito, das eigentlich nur eine Durchfahrtsstrasse war und dem einzigen Zweck dient, die vorbeikommenden Fahrzeuge mit Essbarem zu versorgen. Scheinen auf jeden Fall einige Leute durch zu kommen...

 

Und da es nicht ueberall Busse gibt, werden eben auch die LKW`s zur Personenbefoerderung genutzt!

Natuerlich bieten sich da jede Menge Gelegenheiten zum Fotografieren und diese junge Dame wollte dann nach Besichtigung ihres Antlitzes auf dem Display gleich die ganze Kamera behalten, nachdem wir ihr klar gemacht haben, dass wir da nicht einfach einen Abzug rausziehen koennen. Und Emailadresse hatte sie keine...

Es herrschte wie immer geschaeftiges Treiben und nach einer knappen Stunde ging es dann auch weiter. (Anm. der Red.: in Bolivien gehen die Uhren halt ein wenig anders...)

In Tupiza dann gluecklich angekommen und inmitten der buntesten Sandstein-Felsen, die alle 5 Meter ihre Farbe zu aendern scheinen, bewegten wir am naechsten Tag dann endlich auch mal wieder unsere mueden Glieder.

Den Weg dieser Tageswanderung zu finden, sollte lt. Aussage unseres Hostels (wie schon so oft) ueberhaupt kein Problem sein – einfach immer den Pferdespuren nach hiess es...

Aber anscheinend haben die vergessen dass wir in der Spurenleser-Schule beide gnadenlos durchgefallen waren! Jedenfalls wurde es nichts mit dem zuerst angepeilten Rundweg. Aber trotzdem war es eine sehr schoene Wanderung – so halt immer in relativer Sichtnaehe zum Oertchen...

 

Und dann ging es - nach eine wirklich einmaligen Rasurerlebnis fuer Steffen - nach Argentinien und wir verliessen unser bisheriges Lieblingsland dieser Reise.

Der Unterschied war krass, denn kaum waren wir auf argentinischer Seite, erschien uns alles um ein Vielfaches organisierter. Die Strassen waren ausnahmslos geteert, die Autos kamen uns vor wie daheim und die Busse waren selbst im schlimmsten Fall 10 Jahre juenger wie in Bolivien. Argeninische Busse trauen sich im Uebrigen erst gar nicht auf die bolivianische Seite - zu schlechte Strassenverhaeltnisse!

Erste Station machten wir in Salta, wo wir ja schon vergangenes Jahr ein paar Tage verbrachten, bevor wir dann in Argentiniens zweitgroesster Stadt Cordoba weiterzogen.
Schon Salta schien uns im Vergleich zum Vorjahr wie runderneuert. Fast meinten wir in Italien zu sein und kamen uns mit unseren ausgewaschenen, verbeulten Klamotten verglichen mit den durchgestylten Saltenos doch ziemlich abgerissen vor. Noch krasser war das dann in Cordoba, das uns dann tatsaechlich nicht mehr so fuehlen liess, als waeren wir noch in Suedamerika. Deshalb ging es erstmal in eines der vielen modernen Mega-Shoppingcenter und Britta goennte sich ein neues T-Shirt nebst warmem Pulli.

Hier war es dann auch soweit, dass wir mit unserem Latein oder besser Spanisch am Ende waren.
Noch ein paar Tage vorher sagte selbst Steffen, dass es inzwischen echt gut klappt "mit dem reden und so", aber hier in Argentinien verstehen wir wirklich nur unter groessten Anstrengungen, was die lieben Leute uns denn sagen wollen.
Und als Steffen dann auf die Frage was er denn zu trinken haben moechte antwortete, dass er hier am reisen ist, lief das Fass ueber...
Oh Mann, wie kann es sein, dass sich innerhalb von ein paar Fahrtstunden die Sprache so veraendert????? Manchmal schaun wir die Leute gar nicht erst an - koennte ja sein, dass die mit uns reden wollen...

Aber dann war es trotzdem abends soweit: Das erste argentinische Steak!!! 

In einer typischen Grossraumrestaurant mit Megagrill, von dem unser Grillmeister Bill nur traeumen kann und der an diesem Abend bereits mehrere Zentner Fleisch gegart zu haben schien, zelebrierten wir dann diesen Gaumenschmauss.
Natuerlich wie bei den Argentiniern ueblich erst nach 23 Uhr. Davor geht hier naemlich - ausser vielleicht in den Gringoschuppen - mal rein gar nichts!

Doch auch von Cordoba sind wir inzwischen schon weitergezogen und nun mit Rosario in der Geburtsstadt Ernesto "Che" Guevaras angekommen. Die Kaelte verfolgt und leider immer noch und wir sehnen uns nach ein paar waermenden heimischen Sonnenstrahlen, die es da ja anscheinend grad zur Genuege hat...

23.6.07 18:19
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Gaby (26.6.07 13:33)
Heute frieren wir leider auch bei +16°. Wir waren bisher wirklich andere Temperaturen gewöhnt.
Dicke Regenwolken machen der Sonne inzwischen Konkurrenz.Doch zum Wochenende wird alles wieder besser....
Grüße von uns allen Gaby

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